- Sie bringen den Museumsneubau voran (v.li.): Birte Carstens-Hennings (AktivRegion Mittelholstein), Moritz Pelte (visuellverstehen), Dr. Babette Tewes (Stiftung Landesmuseen), Guido Wendt (Stiftung Landesmuseen), Jürgen Barth (AktivRegion Mittelholstein) (Bild: Gina-Maria Kock)
- Der Mix aus Cortenstahl, meterhohen Decken, Holzeverkleidungen und Glasfronten im neuen Gebäude fügt sich perfekt in die bestehenden Häuser auf dem Gelände ein. (Bild: Gina-Maria Kock)
- Hier werden im Januar Eintrittspreise und Informationen stehen: Die Bildschirme werden von alten Heugabeln aus Schleswig-Holstein getragen. (Bild: Gina-Maria Kock)
Wer in den vergangenen Monaten am Freilichtmuseum Molfsee vorbeigekommen ist, hat die riesige Baustelle südlich des Eingangsbereichs sicher schon gesehen. Das Museum bekommt im Januar 2021 einen imposanten Neubau, der den Ganzjahresbetrieb ermöglicht.
Das Freilichtmuseum beeindruckt seine Besucherschaft bislang mit den vielen historischen Häusern auf der weitläufigen Grünanlage, die jährlich Platz für den beliebten Herbstmarkt, ausgedehnte Spaziergänge und Entdeckungstouren bietet. Bei schönem Wetter ist der Besuch absolut lohnenswert, aber sobald es kalt oder nass wird, stoßen die unbeheizten alten Gebäude an ihre Grenzen. Das wird sich mit der Übernahme der Ausstellung des Schleswiger Volkskunde Museums in die Molfseer Sammlung und dem damit einhergehenden Neubau ändern. Zukünftig begrüßt ein neuer Eingangsbereich die Besucher*innen. Das neue Gebäude, das von einem Lübecker Architektenbüro entworfen wurde, kombiniert Altes mit Modernem, massiven Cortenstahl mit freundlich-hellen Holzbalken und macht aus dem bloßen Museum eine Begegnungsstätte der Region mitsamt Café, Veranstaltungsraum und großzügig geschnittenen Ausstellungsflächen.
EU-Fördermittel für Molfsee
Um das kostspielige Projekt den Besucher*innen und Menschen des Landes bekannt zu machen, holte sich das Team des Freilichtmuseums, das zur Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen gehört, Unterstützung. Auf finanzieller Seite wird die Marketing-Kampagne der Museumserweiterung von der AktivRegion Mittelholstein und Geldern aus dem EU-Fonds ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums) gefördert. „Das Freilichtmuseum Molfsee ist für die Kultur ganz besonders prägend und verdient jede Unterstützung, die möglich ist. Alles drum herum, Hotels, Gaststätten und andere touristische Ziele, werden auch davon profitieren“, so Jürgen Barth von der AktivRegion über den Neubau.
Für die Menschen in der Region
Guido Wendt, kaufmännischer Geschäftsführer der Stiftung Landesmuseen, spricht seinen besonderen Dank der AktivRegion, den Lübecker Architekten und der Flensburger Werbeagentur aus, die sich um die Umsetzung der Marketingkampagne kümmern. „Wir bauen für die Menschen in der Region“, ergänzt Projektleiterin Dr. Babette Tewes und betont, dass die neue Facette des Freilichtmuseums genau an die Bedürfnisse der Mitarbeitenden, Ausstellungsobjekte, Besucher*innen und Nachbar*innen in der Region angepasst wird. So wurde bei der Planung beispielsweise auf Barrierefreiheit, eine ausreichend hohe Deckenhöhe für besondere Exponate und reichlich zusätzliche Parkflächen geachtet.
Dein Gesicht für Molfsee
Um den Bezug zur Region weitgreifend zu transportieren, setzt das Planungsteam auch bei der Marketingkampagne auf Regionalität. Da kommt ihr ins Spiel: Für die Werbereihe sucht das Museum noch Gesichter von nebenan. Ihr seid Molfseer oder Molfseerin und repräsentiert eure Heimat gern mit vollem Herzen? Dann helft mit und verleiht dem Freilichtmuseum Molfsee euren persönlichen Schliff. Schickt ein Foto von euch mit einem kurzen Satz, was ihr mit Molfsee verbindet, an marketing@landesmuseen.sh und werdet Teil der landesweiten Kampagne.
Alle Informationen, Öffnungszeiten und Updates zum Neubau findet ihr unter www.freilichtmuseum-sh.de.